Eyendorf beflügelt

Die Eyendorfer Windmühle

Geschichtliches zur Eyendorfer Windmühle

Die Eyendorfer Mühle in den Dreißigern

Die Eyendorfer Mühle in den Dreißigern     Foto: Klaus Frey

1897 ist diese Mühle als Erdholländer mit einem einstöckigen Unterbau und einem hohen Oberbau von dem Mühlenbauer Bergmann aus Salzhausen im Auftrag von H.W. Winkelmann hier auf der Hohen Geest erbaut worden.

Müllermeister Hermann Stössel, seit 1903 Besitzer der Mühle, baute im Jahre 1911 einen Dieselmotor zur Verstärkung der Antriebskraft für die Mahlwerke ein. Eine doppelte Windrose - eine seltene Variante der Drehkappentechnik - dreht die mit einer umlaufenden Galerie versehene Haube mit den Jalousieflügeln in den Wind (eingebaut 1953).

Eyendorf 1910

Eyendorf um 1910 aus Sicht der heutigen Straße "zum Borgfeld" über die Salzhausener Straße hinweg

Am 1.6.1952 übernahm Hand-Werner Linke die Ruine der Mühle von der Witwe Dorothea Stössel und baute sie wieder auf. Herr Linke und sein Fachmühlarbeiter Ernst Bias betrieben die Mühle auch elektrisch. Es wurde Saat gereinigt und Futterschrot hergestellt. 1972, erst 48-jährig, verstarb Herr Linke nach schwerer Krankheit. Seine Frau, Christa Linke, und Herr Bias führten den Betrieb dann noch bis ca. 1988 weiter.

Bei einem schweren Orkan im Jahre 1972 wurde die Mühlenkappe abgeworfen. Erst im Herbst 1981 konnte der Wiederaufbau der Mühle mit Hilfe des 1978 gegründeten „Verein zur Erhaltung der Eyendorfer Windmühle e.V." vollendet werden. Der Verein übernahm auch die Unterhaltungs- und Bewirtschaftungspflichten für die Mühle. Bis Ende der 1980er Jahre wurde hier der gewerbliche Mahlbetrieb aufrecht erhalten.

Ein weiterer spektakulärer Schaden entstand am 28.Mai 1988, als während des jährlichen Mühlenfestes ein Flügel infolge Fäulnis in den aus verleimten Fichtenholz bestehenden Flügelruten brach. Die im gleichen Jahr wiederhergestellten Flügel aus Pitchpine mussten im Jahre 2000 nochmals erneuert, d.h. durch Flügel aus Stahl ersetzt werden. Gleichzeitig wurde das gesamte Umkleidung des Mahlwerks überholt.

Fluegelrenovierung

Die Dame bekommt neue Flügel aus Stahl (2000).

Die voll funktionsfähige Eyendorfer Windmühle wird heute u. a. als Museumsmühle genutzt. Zu festgesetzten Terminen ist die Mühle in Betrieb zu sehen, und jedes Jahr, jeweils am letzten Samstag im Mai, findet das große Mühlenfest statt. Außerdem kann seit Ende 2006 in der Mühle als Außenstelle des Standesamtes Salzhausen geheiratet werden.

 


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Verein zur Erhaltung der Eyendorfer Windmühle e.V. • Kontakt: Werner Borrée • Birkenweg 4 • 21376 Eyendorf • 04172 - 6686 • Impressum